Wildbienen - Nistplätze

Die verschiedenen Wildbienenarten sind auf Niststandorte und Baumaterialien ähnlich spezialisiert wie auf ihre Nahrungspflanzen, so dass sie nur dort vorkommen können, wo sie geeignete Nistmöglichkeiten vorfinden. Doch die Nistmöglichkeiten der Wildbienen werden immer seltener, da Flächen versiegelt und typische Nistorte wie Totholz oder Markstengel aus Gärten und Wäldern entfernt werden.

In die Brutzelle trägt das Weibchen Pollen und Nektar an, sobald die Menge genügt, legt sie ein Ei auf den Proviant und verschließt die Brutzelle. Bis die nächste Generation schlüpft wird es meist ein Jahr dauern. Die Weibchen nisten je nach Art zu unterchiedlichen Monaten und unterschiedlich lange. Die ersten starten im März, die letzten werden im September aktiv.


​​Natürliche Niststrukturen sind besonders wertvoll für Wildbienen und viele weitere Tiere und können durch sogenannte „Insektenhotels“ nicht ersetzt werden. Darum sollten natürliche Nistplätze unbedingt erhalten und wo sie fehlen geschaffen werden. Auch auf dem Balkon können Nisthilfen angeboten werden.

Wir zeigen Nistplätze:
 

Da viele Wildbienen ortstreu sind, nisten sie bevorzugt dort, wo sie sich selbst entwickelt haben, vorausgesetzt, es sind geeignete Nistgelegenheiten vorhanden. Man kann diese Tatsache ausnützen und von einigen Arten hohe Nestdichten erzielen, wenn man die Nisthilfen Jahr für Jahr ergänzt oder verbessert.

Achtung!
Um einen Nistplatz nutzen zu können und Voraussetzung für eine Steigerung der Nestdichte benötigen Wildbienen natürlich ein entsprechend gutes Nahrungsangebot, also heimische Blühpflanzen und Baumaterial in unmittelbarer Umgebung (50 – 300 m). Je näher Nahrungsangebot, Baumaterial und Nest liegen, desto besser ist die Fortpflanzungsrate. Fällt eine dieser Ressourcen weg, kann eine Art nicht mehr an diesem Ort leben.

Das Ziel all unserer Bemühungen sollte sein, ein möglichst großes Spektrum an Arten zu fördern. Eine naturnahe Gartengestaltung bietet Lebensraum für Wildbienen und viele weitere Tiere und Pflanzen - und ist natürlich auch für uns Menschen eine große Bereicherung.

Nahrung

Nistplatz

Baumaterial

= günstige Lebensbedingungen für Wildbienen

Nistmaterial

Das meiste Baumaterial stammt nicht von der Baustelle, sondern wird in einiger Entfernung vom Nest gesammelt oder von der Bienen selbst produziert: Hummeln und Honigbienen bauen ihre Zellen aus dem Wachs spezieller Hinterleibsdrüsen. Andere Wildbienen verwenden zum Nestbau verschiedenste Fremdmaterialien. Das Baumaterial ist bei jeder Art festgelegt (artspezifisch).

  • Mineralisches Material (Sand, Lehm) ist der häufigste von Stechimmen für den Nestbau verwendete Baustoff. Daher muss auch eine »Materialentnahmestelle«(feuchte, offene Stellen) in der Nähe des Nistplatzes liegen.
     

  • Harz:
    von Laubbäumen, Kiefern, bisweilen auch von Tannen

     

  • Stücke von Blütenblätter:
    z.B. Klatschmohn (Papaver rhoeas), Sonnenröschen
    (Helianthemum). Storchschnabel (Geranium), Rundblättrigen Glockenblume (Campanula rotundifolia)
     

  • Stücke von Laubblätter:
    z.B. Sonnenröschen (Helianthemum),
    Luzerne (Medicago sativa), Wolfsmilch (Euphorbia), Weinrebe (Vitis)
     

  • zerkaute Blattstücke (Pflanzenmörtel):
    Sonnenröschen (Helianthemum), Mohn (Papaver), Luzerne (
    Medicago sativa),  Schwarzerle (Alnus glutinosa), Herzgespann (Leonurus cardiaca), Esparsette (Onobrychis), Hornklee (Lotus), Moschus-Malve (Malva moschata)
     

  • Pflanzenhaare:
    z.B. Strohblume (Helichrysum arenarium),
    Sand-Strohblume (Helichrysum spec.), Strohblume (Helichrysum thianshanicum), Deutscher Ziest (Stachys germanica), Woll-Ziest (Stachys byzantina), Kranz-Lichtnelke (Lychnis coronaria), Flockenblumen (Centaurea spec.), Weißfilziges Greiskraut (Senecio bicolor), Quitten (Cydonia), Flugsamen von Pappeln (Populus),

Erde

Erde

Die Förderung der Nistressource Boden zählt zu den wichtigsten Maßnahmen für die Förderung von Wildbienen, denn 75% aller heimischen Bienen graben ihre Nester in den Boden! Je nach Art bevorzugen sie dabei unterschiedliche Habitate wie offene Bodenstellen, dichte Grasnarbe, Steilwände, verdichtete Bodenstellen oder lockere Sande.

Natürliche Nistplätze:

Natürliche Nistplätze sind wenig bewachsene, offene Bodenstellen auf ebener Fläche oder Hanglagen, an besonnter Lage. Am besten etwas geschützt vor Regen.

Die Steilwandbewohner lebten ursprünglich in den Auen der Wildflüsse, wo sie in Uferabbrüchen nisteten. Als Ersatzlebensräume werden in der Kulturlandschaft auch Hohlwege mit sonnenbeschienenen Steilwänden, Weinberge mit Lößwänden oder aufgelassene Sand- und Lehmgruben besiedelt.

Schaffung von Nistmöglichkeiten:

Solche Nistplätze können wir künstlich nachbilden, indem wir offene Bodenstellen schaffen und diese von Bewuchs freihalten.

Es können auch Stellen mit Sand aufgefüllt oder Sand angehäuft werden für Erdnister.

Auch Blumenkasten können mit Sand gefüllt werden und mit etwas Glück ziehen auch dort mit der Zeit Wildbienen ein.

In diesem 56seitigen Merkblatt findest du alle Informationen rund um Erdnister. Es ist frei und kostenlos als eBook zugänglich.

 

Markstängel

Einige Wildbienen verwenden zum Nisten ausschließlich abgebrochene oder abgeschnittene, dürre Markstängeln mit stabilen Wänden. Die Bruch- bzw. Schnittstelle ermöglicht den Bienen den Zugang zum weichen Pflanzenmark. In welches sie einen Gang für das Nest nagen. Solche Elemente sollten in keinem Wildbienen-Garten und bei keiner Nisthilfe fehlen.

Natürliche Nistplätze:

Natürliche Nistplätze sind einzeln und senkrecht stehende, verholzte, dürr gewordene Markstängel die z.B. aus einer Brombeerhecke herausschauen oder auch abgeblühte und abgebrochene Königskerzen-Bestände.

Schaffung von Nistmöglichkeiten:

Solche Nistplätze können wir künstlich nachbilden mit abgeschnittenen Markstängeln. Diese haben idealerweise ein Markdurchmesser von mind. 1 cm und sind etwa 0,6 - 1 m lang. Entscheidend ist, dass die Stängel immer einzeln und senkrecht stehen, so wie es auch in der Natur der Fall wäre! Denn das genetisch fixierte Suchraster der Bienen scannt genau nach diesen Strukturen. Gebündelte und/oder wagrechte Stängel werden nicht als Nistplatz erkannt und somit nicht angenommen.

 

 

Am besten eignen sich dürre Stängel von:

  • Brombeere (wird am häufigsten besiedelt),

  • Himbeere

  • Heckenrosen

Auch verwendbar sind, abgeblühte

  • Königskerzen (v.a. Verbascum densiflorum),
    (Dicke Königskerzen-Stengel neigen zum Reißen. Um dies zu verhindern kann man einen Draht um den Stengel herum fest zusammen ziehen.)

  • Disteln (z.B. Eselsdistel),

  • Kletten,

  • Sommerflieder,

  • Herzgespann,

  • Sonnenblumen oder der

  • Gewöhnliche Beifuß

  • Sonnenblumen

Hier entfernt man nach der Samenreife Blätter und Seitentriebe, schneidet den Stängel über dem Boden ab und entfernt den Fruchtstand. An einem trockenen Ort über Winter aufbebewahrt, werden die Stängel im kommenden Mai ausgebracht. Man kann den verholzten Markstengel auch einfach an Ort und stelle belassen und nur oben abschneiden um den Zugang zum Mark freizulegen.

Holunderzweige werden generell kaum besiedelt.

einzeln & vertikal orientiert

  • An Zaun, Balkon, Wand oder an in den Boden/Blumenkasten gesteckten Holz- oder Metallstab gut festbinden so, dass beide Enden trocken und zugänglich sind, denn manche Bienen besiedeln die Stängel auch gerne von unten.

    Wenn die Stängel in der Erde stecken, verrotten sie in der Bodenfeuchte sehr rasch und brechen an der Übergangsstelle Erdboden-Luft leicht ab.

Achtung!  

​Nach der Besiedlung müssen die Stängel für ein weiteres Jahr unverändert möglichst an Ort und Stelle belassen werden, damit die Brut sich entwickeln und im kommenden Jahr schlüpfen kann. Besiedelte Stängel dürfen nicht bei der Herbst oder Frühjahresarbeit entfernt werden.

 

Mürbes oder morsches Totholz

Abgestorbene Bäume, vor allem Laubholz sind für einige Spezialisten unter den Wildbienen als Nistplatz unverzichtbar. Sie nagen ihre Nistgänge ausschließlich in etwas morsches aber noch überraschend festes Totholz. Beliebt sind unterschiedliche Konsistenzen - vor allem weißfaules Laubholz spielt eine wichtige Rolle, braunfaules Holz ist zur Besiedelung dagegen nicht geeignet.

Totholz ist bei holzbewohnenenden Bienen in unterschiedlicher Konsistenz begehrt: Von Sonne und Wind bearbeitetes Holz trocknet schnell und bleibt daher lange hart und wird mürbe; im Halbschatten hingegen bleibt es lange feucht und wird morsch. In hartes, mürbes Totholz können sich nur Holzbienen eingraben, Mauer-, Scheren-, Löcher- und Maskenbienen beziehen hier "fertige" Käferfraßgänge; in morschem Holz gräbt die Pelzbiene Anthophora furcata gerne ihre Nistgänge.

Natürliche Nistplätze:

Die weißfaulen Äste verschiedener Laubhölzer oder ein ganzer abgestorbener Baum, sind hervorragende Nistgelegenheiten für Morschholzbewohner. Leider wird wegen der Gefahr herabstürzender Äste der Altholzbestand regelmäßig dezimiert.

Neben morschen Baumstümpfen und Ästen stellen auch mürbe oder morsche Balken von Schuppen, Scheunen und Ställen, Pergolen, Balkonen geeignete Nistplätze für viele Bienenarten dar, die ihre Nistgänge selbst ausnagen.

Schaffung von Nistmöglichkeiten:

Solche Nistplätze können wir künstlich nachbilden, indem wir größere morsche Holzklötze, Balken oder dickere Äste einzeln aufstellen oder zu einem Stapel, an sonniger, trockener Lage anbieten (nicht am Boden liegend, dort wäre es zu feucht).

geeignetes Material:

  • morsches Laubholz (z.B.: Weide, Pappel, Apfel, Birne, u.a. Obstbäume)

  • große, lange Stücke (Durchmesser mind. 10 cm bis Stammbreite)

​Morsche, weiche Stellen können mit dem Fingernagel abgeschabt werden.

Eine modrige oder pulvrige Konsistenz ist ungeeignet.

Totholz stehen lassen:

  • Abgestorbene Bäume stehen lassen (sofern die Sicherheit es erlaubt). Totholz sollte, wenn irgend möglich, immer am Baum belassen werden.
     

  • Werden Bäume aus Angst vor Unfällen gefällt, sollten etwa 1 - 4 m Stamm stehen bleiben. Er erfüllt seinen Zweck als wertvoller Lebensraum noch für Jahrzehnte, ohne deshalb eine Gefahr darzustellen.
    (Zumindest der Wurzelstrunk sollte generell immer im Boden verbleiben.)

     

Bei Baumsanierungen anfallendes morsche Holz sollte nicht verbrannt, sondern an einer trockenen, geschützten und sonnigen Stelle mehrere Jahre offen gelagert werden, damit sich die darin befindliche Bienenbrut noch voll entwickeln und schlüpfen kann.

  • Gefällte Stämme einzeln, senkrecht in den Boden eingraben, oder am besten auf eine Steinplatte, Ziegel oder Dachziegel stellen um den Verrottungsprozess zu verlangsamen. Ideal ist ein sonniger, windgeschützter Platz zum Beispiel an einer Hausmauer, Garagen- oder Schuppenwand.
     

 

Holzstapel:

  • Stammstücke, Holzklötze, Balken und dicke Äste können in einem Holzstapel aufgeschichtet werden. (möglichst große Stücke) immer erhöht (mind. 50 cm ab Boden) an einem gut besonnten Ort platzieren, wo sie trocken bleiben und vor Feuchtigkeit geschützt sind. Unbedingt vor Regen schützen (Dach, Blech, Steinplatte etc.)
     

  • Morschholz, das entsorgt werden soll, retten und wie oben beschrieben als Nistmöglichkeiten anbieten. Darauf achten, dass morsche Stellen gut zugänglich sind.

 

BEACHTE:

  • Holz aus dem Wald oder am Boden liegende Baumstrunke ist zu feucht für Wildbienen. Es ist aber für andere Tiere wie Käfer und Würmer von Bedeutung. Auch Wurzelstöcke sind beliebte Lebensräume für verschiedene Tiere.
     

  • Schon zerfallenes Holz wird nicht mehr belegt. Vermeide besonders Holz mit Braunfäule, da es in Würfel zerfällt und nicht belegt wird.
     

  • Asthaufen sind bedeutungslos für Wildbienen, denn die Äste sind zu dünn für eine Belegung und im Haufen zu schattig. Für andere Tiere sind sie aber von Bedeutung.

Freibauten an Gestein

Einige seltenere Bienen fertigen oberirdische Freibauten an der rauhen  Gesteins-Oberfläche oder an Gehölz. Andere Arten suchen den Schutz von Felsspalten. Zum Bau verwenden sie Pflanzenharz oder mineralischen oder pflanzlichen Mörtel. Diese Nistweise ist offenbar eine Anpassung an Biotope, in denen es an sicherem Bodensubstrat zum Graben mangelt.

Natürliche Nistplätze:

Natürliche Nistplätze sind Felsen, Findlingen, Gesteinsbrocken, Steine, größere Kiesel, Mauern, Bäume, etc.

Schaffung von Nistmöglichkeiten:

Solche Nistplätze können wir fördern indem wir Steinhäufen mit rauhen Steinen oder Natursteinmauern gebaut werden.

 
 

 vorhandene Hohlräume

20% aller Wildbienen-Arten nisten in Hohlräumen. Diese Hohlraum-Bewohner können selbst keinen Gang graben oder nagen. Deshalb brauchen sie einen schon vorhandenen Hohlraum.

Natürliche Nistplätze:

  • quer liegende, hohle Pflanzenstängel
     

  • Frassgänge von Käferlarven im Holz
    Im Totholz legen Käfer ihre Eier ab, deren Larven Gänge in das Totholz nagen, wie z.B. die Bockkäfer. Die Fraßgänge verlaufen immer mehr oder weniger im rechten Winkel zur Holzfaser. Die nach dem Schlüpfen der Käfer verlassenen Fraßgänge stellen einen sehr begehrten Nistraum für solitäre Wildbienen und Wespen dar.
     

  • Spalten in Trockenmauern
     

  • Gallen:
    einige Arten nisten in alten Eichengallen, ca. 2 cm dicken Kugeln, die im Vorjahr von der Gallwespe (Andruicus kolari) in den Knospen junger Trauben- oder Stieleichen (Quercus petraea, W. robur) erzeugt und später verlassen wurden. Andere Solitärbienen sind auf Schilfgallen – die Produkte der Schilfgallenfliege (Lipara lucens) – angewiesen.
     

  • leere Schneckenhäuser:
    Leere Schneckengehäuse dienen einigen Bienenarten als ausschließliche Nistplätze. Die wichtigsten, bislang in Mitteleuropa als Niststrukturen bekannt gewordenen Schneckenarten sind: Weinbergschnecke (Helix pomatia); Hain-Schnirkelschnecke (Cepaea nemoralis), Garten-Schnirkelschnecke (Cepaea hortensis), Gefleckte Schnirkelschnecke (Arianta arbustorum),  Genabelte Strauchschnecke (Bradybaena fruticum), Westliche Heideschrecke (Helicella itala), Weiße Vielfraßschnecke (Zebrina detrita).

    Das verschlossene Gehäuse dreht die Biene so, dass die Mündung flach dem Boden aufliegt. Manchmal begradigt die Biene zusätzlich den Untergrund und  fliegt die ausgegrabenen Erdbrocken weg. Der Boden darf an dieser Stelle also nicht zu verfestigt sein. Schließlich fliegt die Mauerbiene hunderte trockener Grashalme oder Kiefernnadeln (1–15 cm) ein und lehnt sie schräg an das Gehäuse, bis das Schneckenhaus unter einem ca. faustgroßen Gras- bzw. Nadelhaufen komplett verschwunden ist.

    Achtung!
    Die Schneckenhäuser müssen auf dem Boden liegen! Leere Schneckenhäuser in einem »Insektenhotel« sind völlig unsinnig. Die in Schneckengehäusern nistenden Bienen würden niemals an solchen Stellen nach einer Nistmöglichkeit suchen. Sie nisten an ganz anderen Stellen (Waldränder, Schutthalden, Trockenrasen).

    Man kann aber durchaus leere Häuser im Steingarten verteilen, am besten unter hohlaufliegenden Steinen.

 

Schaffung von Nistmöglichkeiten:

Die meist unter dem etwas irreführenden Begriff "Insektenhotels" verkauften Nisthilfen für Wildbienen und Wespen liegen voll im Trend. Insektenhotels sind immer gut gemeint - aber leider meist nicht gut gemacht. Manche werden gar nicht erst angenommen, in anderen stirbt die Brut, weil das Material ungeeignet war.

Beachte:

Nisthilfen bieten eine schöne Beobachtungsmöglichkeit, um Wildbienen kennen lernen zu können, sie bleiben aber künstliche Elemente. Hier nisten nur wenige, etwa 15 Arten, die ohnehin häufig sind. Um Wildbienen langfristig und wirksam schützen zu können – insbesondere bedrohte Arten – sind weitreichendere Maßnahmen rund um Lebensräume und die Gestaltung von Nistplätzen dringend notwendig. 

 

Wenn du Wildbienen ernsthaft helfen möchtest, schaffe Lebensräume
mit einem vielfältigen Nahrungsangebot und natürlichen Nistplätzen.

Wenn du eine Nisthilfe zur Bienenbeobachtung haben möchtest dann sollte sie zumindest richtig gebaut sein.

Geeignete Nisthilfen kaufen:

Wenn du wenig Zeit hast und nicht selbst basteln möchtest, kannst du eine fertige Nisthilfe kaufen.

Bienensteine:

Nisthilfen aus Holz und Pflanzenstängel

Beobachtungsnistkasten:

Bei durchsichtige Acrylglasröhrchen besteht durch die Verwendung dieses wasserdampfundurchlässigen Materials stets die Gefahr der Verpilzung des Larvenfutters und damit des Absterbens der Brut.

 

 

Nisthilfen selber machen:

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man geeignete Nistgelegenheiten für Hohlraumbesiedler schaffen kann. Grundsätzlich muss eine Nisthilfe nicht groß sein, mehrere kleine Wohnungen im Garten verteilt sind besser als ganze Wohnkomplexe, denn sie entsprechen eher einer natürlichen Situation. In der Natur finden sich nur vereinzelte Nistmöglichkeiten und dies macht es den Parasiten nicht zu einfach. Je grösser die Nisthilfe, desto einfacher ist es für sie  ... Am besten ist es deshalb, wenn überhaupt dann nur verstreut kleinere Nisthilfen anzubieten als riesige Anlagen.

Grundstruktur und Material

ine gute Nisthilfe braucht eine Rückwand und Seitenwände sowie ein schützendes Dach. Bei Holz ist eine Behandlung nötig, damit der Rahmen lange der Witterung standhält.

Allgemein gilt:

Die Wände von Halmen und Holz müssen stabil und durchgängig geschlossen sein, damit sie belegt werden. Also keine gesplitterten Stängel verwenden und in keinen Riss im Holz bohren. Auch nach hinten sollte der Hohlraum geschlossen sein - also zum Beispiel mit Ton oder Gips zugeschmiert werden.

Von entscheidender Bedeutung ist, dass die Eingänge und das innere der Hohlräume möglichst glatt sind, also splitterfrei. Sonst besteht die Gefahr, dass sich die Bienen ihre zarten Flügel verletzen. Deshalb sollten die Eingänge immer sauber mit feinem Sandpapier abgeschliffen werden. Um das Innere der Gänge von Splittern zu befreien, können kleine Düsenbürsten helfen. Das Bohrmehl wird herausgeklopft.

Hartholz mit Bohrlöchern

1. Das Holz

benötigt wird gut abgelagertes, trockenes Hartholz (z.B. Esche, Buche, Hainbuche, Eiche, Obstbaum) ohne Rinde, das keinesfalls mit Holzschutzmitteln behandelt sein darf. Größe und Form des Holzstücks ist beliebig.

Achutng:

Holz von Nadelbäumen ist nicht geeignet, da Harz aus angebohrten Harzkanälen den Bienen die Flügel verkleben kann. Auch Weichholz (z. B. von Weide, Pappel) ist ungeeignet da dessen Fasern bei Feuchtigkeit in den Bohrgang quellen und die Brut schädigen können. Zudem neigt Weichholz zu Splittern und reißt schnell - je frischer das Holz, desto schlimmer.

2. Die Bohrlöcher

Ganz wichtig: nicht in das Stirnholz (Jahresringe) bohren, sondern quer zur Holzmaserung, also von der Seite, auf der vorher die Rinde war (Längsholz). 

Denn auf der Stirnholzfläche (dort wo die Jahresringe als vollständige Kreise oder -segmente zu sehen sind) sind die Kapillaren des Holzes offen. Diese Wasserleitungselemente transportieren Feuchtigkeit ins Holz, so dass selbst bei abgelagertem Holz Risse entstehen.

Die Folge: Im Holz bilden sich Risse, so dass Feuchtigkeit eindringen und Pilze die Brut angreifen können.

Die Bohrtiefe richtet sich dabei nach der vorhandenen Bohrerlänge, die man ganz nutzen sollte - Je tiefer desto besser. Das Holz darf aber auf keinen Fall durchbohrt werden - Passiert dies dennoch einmal muss das Loch verschlossen werden.

Die Löcher sollten einen Innendurchmesser von 2 - 9 mm haben, wobei die Durchmesser von 3 - 6 mm überwiegen sollten, da hier das Artenspektrum am größten ist. Alles über 1 cm Inndendurchmesser wird nicht bezogen. Es empfiehlt sich, für die einen Nisthilfen nur Gänge mit einem Durchmesser von 2 - 5 mm vorzusehen und für die anderen Nisthilfen Gänge von 6 - 8 mm Durchmesser zu nehmen, die Kombinationen von Bohrweiten also räumlich zu trennen. Dies erleichtert die spätere Pflege und Reinigung der verlassenen Nester von Gehörnter und Rostroter Mauerbiene.

Die Bohrlöcher sollten ausreichend Abstand zwischen den Löchern aufweisen - ungefähr das Dreifache des Bohrerdurchmessers.

Nisthilfen aus Halmen, Schilf, Bambus und Co.

 

 

Einige Wildbienenarten nisten gerne in hohlen Pflanzenstängeln, wie Bambus, Schilf oder Naturstrohhalmen.

Letztendlich kann natürlich ausnahmslos jeder hohle Pflanzenstengel mit einer stabilen Wand verwendet werden, hier ist also Raum für Experimente. Auch folgenden Arten wurden bereits erfolgreich eingesetzt:

  • Liebstöckel (Levisticum officinale)

  • Gewürzfenchel (Foeniculum vulgare)

  • Japanischer Staudenknöterich (Fallopia japonica  und  Fallopia sachalinensis) (invasive Art. Für Nisthilfen werden die oberen Stängel mit geringen Durchmessern verwendet.)

  • Wilde Karde (Dipsacus fullonum)

  • Taglilie (Hemerocallis spec.)

  • Weißer Senf (Sinapis alba)

  • Wegwarte 

  • Rudbeckia

  • Silberblatt

  • Sonnenhut

  • Raue Deutzie

  • Herzgespann

Auch mit speziellen Pappröhrchen (www.bienenhotel.de 4-8mm) lassen sich einfache Nisthilfen basteln. Sie sind günstig zu kaufen. Die Papierwände sind aber einer starken Parasitierung ausgesetzt. die stabileren Wände von Bambus, Schilf etc. sind erheblich beliebter, weil sie besseren Schutz bieten.

Für alle Sorten gilt:

  • Die Röhren sollten im Idealfall 12-20cm lang sein und einen Innendurchmesser von 2-9mm haben (Schwerpunkt auf 3-6mm)
     

  • Alle Stängel sollten intakt – also ohne Risse und Löcher sein. Sonst besteht die Gefahr von Verpilzung und Parasitenbefall.
     

  • Ganz wichtig ist auf sauberen Schnittkanten und Gänge zu achten, dass die Röhrchen vorne nicht zerfasert sind. Also sorgfältig von innen aushöhlen und die Enden abschleifen. Unsaubere Schnittkanten sollten unbedingt noch mit Sandpapier geglättet werden, damit die Flü­gel der In­sekten nicht durch Splitter und querstehende Fasern gefährdet werden.
     

  • Insekten besiedeln nur dunkle, also an einer Seite verschlossene Halme. Am einfachsten ist es daher, die Halme unmittelbar hinter einem Stängelknoten abzuschneiden, der somit automatisch als Verschluss wirkt. Auch Watte, Ton oder Gips kann zum Verschluss offener Halme verwen­det wer­den.

    Haben die Stängel einen "Knoten" (Nodus) in der Mitte, sind sie von zwei Seiten zu besiedeln.
     

  • Hohle Röhrchen  in der waagerechten Lage fixieren.

 

1. Zuschneiden und Vorbereiten der Halme:

 

 

Bambus

Bambus lässt sich leichter verarbeiten als Schilf, weil er beim Sägen nicht zum Splittern neigt. Wichtig ist, dass die Stängel nicht mit Mark gefüllt sind. Leider sind die Bambusstäbe manchmal durch und durch verholzt. Dann sind sie ungeeignet.

  1. Säge das Bambusrohr jeweils hinter den Knoten (Verdickungen) so durch, dass das hintere Ende durch diesen Knoten einen natürlichen Abschluss hat. Das vordere Ende bleibt offen und für den Nestbau zugänglich. Werden die Knoten ebenfalls abgesägt, dann muss das offene hintere Ende verschlossen werden, damit der Gang völlig dunkel ist.
    feinzähnige Laubsäge, Dekupiersäge, elektrische Bandsäge,   Winkelschleifer mit einer Metalltrennscheibe, Dremel mit einer dünnen 0,75mm Metall Trennscheibe
     

  2. Um eine möglichst glatte Innenwandung zu schaffen muss das Mark vom Eingang her ausgeräumt werden, z.B. mithilfe:

    - eines entsprechend langen Bohrers, dessen Bohrweite etwas geringer als die des Bambusröhrchens ist,
    - eines stärkeren Drahtes,
    - einer Flaschenbürste (5 mm) ausgeräumt.
     

  3. Die Bambusstücke kann man als fest zusammengeschnürtes Bündel oder in Behältern regensicher unterbringen.
    Bambusstücke müssen trocken bleiben: Feuchter Bambus spaltet sich irgendwann.

Bezug:  

Bambus wird in Baumärkten und Gartencentern angeboten, außerdem gibt es inzwischen etliche Firmen im Inter­net, die sich auf Bambus spezialisiert haben. Bambus wächst auch in Gärten und wuchert dort gerne und kann daher oft kostenlos mit einer Anzeige (z.B. bei eBay-Kleinanzeigen) bekommen.

Schilf

  1. Schilfhalme sind spröder und zerbrechlich als Bambus. Oft kann es helfen, die Halme über Nacht in Wasser einzureichen, da­durch werden sie ge­schmeidiger und Splittern beim Sägen nicht so leicht.

    Zum Schneiden verwendet man am besten eine Dekupiersäge, eine elektrische Bandsäge, einen Winkelschleifer mit einer Metalltrennscheibe oder ein Dremel mit einer dünnen 0,75mm Metall Trennscheibe. Eine scharfe feinzähnige Handsäge funktioniert natür­lich ebenfalls.


     

  2. Ganz entscheidend/wichtig ist auch hier wieder auf sauberen Schnittkanten zu achten.
     

  3. Das Innere der SchilfHalme könnt ihr im Anschluß mit einer lan­gen SPAX-Schraube, Bohrern, Pfeifenreinigern oder einem Düsenbürstchen von Mark und Häutchen be­freien. Die relativ feinen Fasern und die zarten Blatthäutchen im Inneren, sind nicht starr und spröde, sondern weich und fasrig.
     

Bezugsquellen: Schilf


 

Naturstrohhalme
Stroh­halmen haben in der Regel glatte, saubere Schnitt­kanten und werden sehr gerne von Löcherbienen be­siedelt.

Die Natur­stroh­halme lassen sich mit einer scharfen Schere schneiden, sie sind elastisch genug um das Quetschen beim Schneiden zu überstehen. Im Zweifel kann auch hier helfen die Halme über Nacht einzuweichen.

Bezug: www.naturstrohhalme.de

 

 

2. Fixierung der Stängel

 

Die hohlen Pflanzenstengel können entweder als Bündel dicht gepackt oder in einem Behälter fixiert werden. Werden die Halme in einem Behälter angeboten, drückt man sie am besten in eine dünne Schicht flüssigen Gips am Bo­den des Behälters. Dadurch werden Sie sowohl verschlos­sen, als auch in ihrer Position fixiert und die einzelnen Halme können von Vögeln nicht mehr herausgezogen werden. Da Gips schnell härtet, müssen und die Stängel dann zügig in die Dose gestopft werden. Es werden so viele Stängel in den Behälter gesteckt, bis er voll ist.

Frei der Witterung ausgesetze Niststängel reißen sehr schnell. Es ist wichtig, sie geschützt und in kleinen Einheiten sicher anzubieten. Am besten sind kleine Holzboxen mit Dach, die einen sicheren und festen Platz haben. Wer sich das Gehäuse selber bauen will, sollte wetterfestes Holz verwenden.

Bei Konservendosen in der Sonne besteht die Gefahr dass sich Hitze staut und es sich Kondenswasser ansammelt. Dadurch reissen die Niststängel darin leichter und die Brut kann Schaden nehmen. Naturmaterial sind besser geeignet, da die Luft zirkulieren kann. Konservendosen brauchen auch ein schützendes Dach, so dass sich unten nicht Regenwasser ansammelt. Verwendet man Dosen sollten diese einen zusätzliches Gehäuse bekommen.
Wurden frische Stängel verarbeitet, sollte die Nisthilfe einige Wochen getrocknet werden, bevor Wildbienen einziehen. Bei noch feuchten Stängeln kann der Larvenproviant schimmeln.

 

Wetterschutz

 

Damit Sonne und Wärme auch in die höchste Etage gelangen, wurde das Regal mit einer transparenten Stegdoppelplatte aus Polycarbonat als Regenschutz versehen. Solch ein lichtdurchlässiges Dach kann durchaus weit überstehen. Ein weit nach vorne ragendes Dach aus Ziegeln oder Holz – wie vielfach zu sehen – wirft jedoch im Sommer einen weit nach unten reichenden Schatten, der die Besiedlung vor allem durch wärmeliebende Arten deutlich reduziert

 

Der richtige Standort

 

Für Nisthilfen eignet sich ein trockener, sonniger Standort. Er sollte frei sein von schattenwerfenden Pflanzen, aber auch nicht zu heiss. Am besten ist ein Platz unter einem gut vorstehenden, schützenden Vordach, damit kein Regen direkt auf die Anlage fällt. Werden Nisthilfen auf einer Höhe von ca. einem Meter oder höher angebracht, sind sie auch vor Bodenspritzern bei Regen geschützt. Die Ausrichtung der Nisthilfe sollte in Richtung Südost zeigen. So fallen früh am Morgen Sonnenstrahlen auf die Nisthilfe und die Wildbienen können sich aufwärmen. Am Nachmittag entsteht so auch etwas Schatten, dass es nicht zu heiss wird für die frisch gelegten Eier und geschlüpften Larven.

Die Nisthilfen brauchen einen festen Stand und Halt, sollten also nicht frei baumeln. Sie können auch auf Balkonen und in höheren Stockwerken sinnvoll sein: Befinden sich hier gute Pflanzen als Nahrung, finden sich Wildbienen ein. Sobald Wildbienen nisten, sollte der Standort nicht mehr geändert werden.

Nisthilfen müssen nicht aufwändig gepflegt werden. Einmal jährlich im Frühling sollte geprüft werden, ob die Materialien noch in Ordnung sind oder ersetzt werden sollten. Stark verwitterte oder gerissene Stängel kann man auswechseln, wenn sie über zwei Jahre nicht mehr belegt werden. Es gibt einige Wildbienen, welche bereits gebrauchte Nistlöcher im Folgejahr selbst ausputzen, um sie neu zu belegen.

Schutz vor Vögeln

 

Häufig werden Insektenhotels zum Schutz vor pickenden Vögeln mit einem Drahtgitter bespannt. Dieser sollte mindestens 5 cm Abstand zu den Insektenbehausungen haben.

Pflege

 

Larven können im Verlaufe ihrer Entwicklung absterben, sei es durch Verpilzung, Befall mit Parasiten  oder durch andere Ursachen. Von außen ist das dummerweise nicht zu erkennen. Hinter einem geschlossenen Verschlussdeckel können sich theoretisch sowohl gesunde Brut als auch ein Mausoleum befinden. Im Laufe der Jahre werden die Gänge mit abgestorbener Brut langsam zunehmen, dadurch verringert sich natürlich der freie Wohnraum. Um diese Gänge eindeutig identifizieren zu können, ist ein klein wenig Arbeit und ein Jahr Zeit erforderlich.

Im Herbst, wenn keine Wildbienen mehr schlüpfen, wird jeder Verschlußdeckel mit einem farbigen Punkt markiert. Ich habe dazu ganz gewöhnliche gelbe Wasserfarbe verwendet, die mit einem feinen Pinsel aufgetragen wurde. Theoretisch kann man auch mit der Spraydose arbeiten, wie das rechts stehende Beispiel zeigt. Der Zeitaufwand bei dieser Methode ist drastisch geringer, allerdings muß man mit der Ästhetik des Ergebnisses dann auch leben können.

Hinter allen Verschlußdeckeln, die im Herbst des darauffolgenden Jahres immer noch einen gelben Punkt tragen, hat sich ein ganzes Jahr nicht getan. Hier befindet sich daher nur noch abgestorbene Brut und die Gänge können ohne Verluste gesäubert werden.

Wenn man eigens für die frühfliegenden Mauerbienen (Gehörnte und Rostrote Mauerbiene), die die alten Nester nur ausnahmeweise und nur auf den letzten Zentimetern reinigen, Nistblöcke herstellt (nur Bohrungen mit 6–8 mm Durchmesser), kann man diese nach einer zweimaligen Besiedlung vor dem nächsten Schlüpftermin im zeitigen Frühling in einen allseits geschlossenen Karton legen, in dessen Seite man ein Ausflugsloch von 1–2 cm Durchmesser geschnitten hat. Wenn dann die Mauerbienen schlüpfen, verlassen sie den Karton durch das Ausflugsloch, kehren aber meistens nicht wieder in diesen zurück. Dann hat man die Gewähr, daß aus den Nestern alle Bienen geschlüpft sind und die Bohrungen somit keine Nestinsassen mehr beherbergen. Dann kann man die Bohrungen säubern und im kommenden Frühling den Nistblock wieder als Nistgelegenheit verwenden.

 

Hummeln

In Deutschland gibt es 41 Hummelarten. Sie gehören zu den sozialen Wildbienen, die einen Staat gründen. Die Völker werden im Frühjahr von einzelnen überwinterten Weibchen (Königinnen) gegründet. Die ersten Arbeiterinnen werden von der Königin allein aufgezogen. Im Laufe der Vegetationsperiode werden unter deren Mithilfe weitere Bruten von Arbeiterinnen, neue Königinnen und auch Männchen (Drohnen) erzeugt. Das Volk geht im Herbst zugrunde; nur die jungen, von den Drohnen begatteten Königinnen überwintern. Bevor sich die Jungköniginnen ins Winterquartier begeben, füllen sie ihren Kropf mit Nektar. Sie suchen sich unter Moospolstern, in Streuhaufen oder unter Baumwurzeln ein geschütztes Versteck oder graben sich 5-20 cm tief in den Erdboden ein. Die Überwinterungsplätze der verschiedenen Arten sind u.a. trockene Böschungen und Abhänge,  morsche Baumstümpfe oder Stellen unter Moos und Laub.

Hinsichtlich der Nektarquellen sind vor allem langrüsselige Hummeln wie Bombus hortorum dazu befähigt, Blüten mit langen Kronröhren auf normalem Wege zu nutzen. Schmetterlingsblütler (Fabaceae), Lippenblütler (Lamiaceae), Rauhblattgewächse (Boraginaceae) und der Eisenhut (Aconitum) werden daher von solchen Arten bevorzugt.

z.B. wie Hornklee (Lotus corniculatus, Lotus uliginosus), Rotklee (Trifolium pratense) und Zaunwicke (Vicia sepium) sowie Flockenblumen (Centaurea jacea, Centaurea nigra, Centaurea scabiosa).

Natürliche Nistplätze:

Je nach Art nisten Hummern unter oder über dem Boden.  Hummelnester findet man:

  • in Steinhaufen und Trockenmauern,

  • in Baumhöhlen,

  • in Eichhörnchenkogeln (Bombus hypnorum),

  • in Vogelnestern und Vogelnistkästen,

  • in allerlei Hohlräumen von Schuppen, Kellern und Dachböden,

  • in alten Nestern von Kleinsäugern im Boden (z.B. Mauslöcher, Maulwurfhöhlen, etc.),

  • unmittelbar auf dem Boden in der Krautschicht, im Haufen von Grasstreu oder Laub etc. oder unter Moospolstern.

Nistplätze schaffen:

Solche Nistplätze können können wir fördern und teilweise künstlich nachbilden. Die wichtigste Massnahme ist eine naturnahe Gestaltung des Gartens und Umfelds. Wo auch ein Mäuschen leben darf, Kleinstrukturen Platz haben, da kann sich auch ein Hummelvolk einfinden. Wichtig ist ein Platz, der immer im Schatten liegt, denn Hummeln kann es schnell zu warm werden an der Sonne.

Damit sich Hummeln einfinden können, braucht es auch ein grosses Angebot ihrer Lieblingspflanzen. Besonders beliebt sind Flockenblumen, Aufrechter Ziest, Taubnesseln, Löwenschwanz, Schwarznessel, Teufelsabbiss, Wilde Karde, alle Klee-Arten etc.

Hummelhaus Kaufen:

https://hummeltischler.de/

https://www.schwegler-natur.de/insektenschutz/

Polsterwolle für die Nistkästen:

www.bienenhotel.de

www.wildbiene.com

http://www.schwegler-natur.de

Biologisches Streu für unter die Polsterwolle:

http://www.hugro.de

Verwendbar sind auch Einfache Holzspäne aus der Schreinerei, wenn diese nicht von mit Holzschutzmittel behandeltem Holz stammen.

Hier findest du Bauanleitungen für Hummelhäuser

Weitere Infos über Hummeln:

http://www.bombus.de/nistkaesten.aspx

https://aktion-hummelschutz.de/

https://pollenhoeschen.de/

http://www.wildbienen.de/hummeln.htm

 
 
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