Vögel im Garten - Ganzjahresfütterung

Ganzjahresfütterung – warum?

Der Mensch greift massiv ins natürliche Geschehen seiner Umwelt ein. Durch Straßen- und Siedlungsbau und durch Monokulturen und Pestizideinsatz in der Landwirtschaft wird das natürliche Futterangebot für Wildvögel enorm reduziert. Auch in unseren Gärten ersetzen häufig Zierpflanzen und Exoten die heimischen Pflanzen, die wichtige Nahrungsquellen für Vögel darstellen. Blattläusen und Raupen wird mit der Chemiekeule zu Leibe gerückt.

Der Mensch greift massiv ins natürliche Geschehen seiner Umwelt ein. Naturflächen schwinden mehr und mehr durch Straßen- und Siedlungsbau, Nutzung von Flächen und Wäldern in Monokulturen, Herbizid- und Pestizideinsatz. Aufgeräumte Gärten, die leicht als Rückzugsraum für Vögel zu gestalten wären, in denen mit nicht einheimischen Pflanzen. Wildwuchs an Kräutern und Büschen, die früher die Landschaft prägten, sind kaum noch vorhanden. Insekten und Kleintiere finden keine geeigneten Lebensbedingungen mehr vor und stehen somit nicht mehr als Nahrungsquelle zur Verfügung.  bewirken eine enorme Reduktion des natürlichen Futterangebots für Wildvögel. Das Schrumpfen der Insektenpopulation um drei Viertel seit 1989 verschärft die Situation noch enorm. Das Finden von energiereicher Nahrung wird für unsere Vögel zum Kraftakt.

 

Dies jedoch nicht nur im Winter, sondern während des ganzen Jahres. In Folge nehmen Vitalität und Abwehrkräfte bei den Vögeln ab und die Vogelpopulation geht drastisch zurück. Manche sprechen bereits von einem Vogelsterben.

 

Um diese enormen Defizite an natürlichen Futterquellen auszugleichen, empfehlen zahlreiche Vogel-Experten nicht nur dringend, Gärten als Rückzugsraum für Vögel möglichst naturnah mit einheimischen Pflanzen und zahlreichen Nisthilfen zu gestalten, sondern sie raten stark zur Ganzjahresfütterung, da diese für Vögel hohen Nutzen hat.

Ganzjahresfütterung – Vorteile

Im Sommer und Herbst gewöhnen sich Vögel bei fortgesetzter Fütterung an die Nahrungsquelle und kennen diese bereits bei plötzlichen Winterbedingungen.

 

Eine Unterversorgung mit Nahrung kann bei Kälte schnell drastische Folgen haben. Für eine kleine Meise, der es nach einer kalten Winternacht nicht gelingt, ihren Gewichtsverlust von 10%, den sie während einer kalten Winternacht erleidet, durch Nahrung am nächsten Tag wieder auszugleichen, kann dies den Tod bedeuten.

 

Aus den Überwinterungsgebieten zurückkehrende abgemagerte Zugvögel benötigen ebenfalls energiereiche Nahrung, um schneller zu Kräften kommen.

 

Während der Jungenaufzucht können die Elterntiere ihren eigenen Futterbedarf schnell an der nahegelegenen Futterstelle decken, leiden nicht an Mangelernährung und können verstärkt Zeit in die Suche nach Insekten für ihre Jungen investieren.

 

Vögel, die mit der Jungenaufzucht schon zu einer Zeit starten, in der es noch zu massiven Kälteeinbrüchen kommen kann, sind besser versorgt.

 

Eine Ganzjahresfütterung verringert die Nestlingssterblichkeit. Auch starten Altvögel wie Jungtiere mit besten Überlebenschancen in den nächsten Winter.

Futterhäuschen - Futterstellen

Futterhäuschen müssen katzensicher aufgestellt werden. Die Vögel müssen den Bereich um die Nahrungsquelle daher gut überblicken können, um rechtzeitig die Flucht antreten zu können.

 

Futterhäuschen sollten überdacht und groß genug sein, dass auch größere Vögel wie Amseln sie anfliegen können. Häuschen im Landhausstil eignen sich dafür besonders gut.

 

Die Futterstelle muss trocken und sauber gehalten werden. Zur Vermeidung von Futterstreitigkeiten können auch gerne mehrere Futterstellen errichtet werden. In diesem Falle kann man auch gerne unterschiedliche Arten von Futterhäuschen aufstellen.

 

Achtung: Keine Futterhäuschen in roter Farbe kaufen, da Vögel davor in aller Regel Angst haben.

Essen und Trinken

Futter sollte man regelmäßig und bereits am Abend zuvor auslegen, damit das Futterhäuschen immer Futter aufweist. Da auch für Weichfutterfresser geeignet, sollten am besten mit heißem Öl gut durchtränkte Haferflocken gefüttert werden.

 

Die Nahrungsreste des Menschen sind als Vogelfutter ungeeignet! Vor allem Lebensmittel, die Salz enthalten schaden Vögeln sehr.

Wichtig:

​Vögel benötigen nicht nur Futter, sondern auch Wasser. Ganz besonders in trockenen Zeiten ist sauberes, frisches Wasser für sie überlebenswichtig. Eine große flache Schale (z. B. großer Blumentopfuntersetzer) kann man dazu erhöht und ebenfalls unbedingt auch katzensicher aufstellen. Einen flachen Stein hineinzulegen als Sitzplatz, ermöglicht es auch kleineren Vögel die Wasserstelle aufzusuchen, um ihren Durst zu löschen.

 

Da Wasser- und Futterquellen immer potentielle Brutstellen für Krankheitserreger sein können, sollten sie immer wieder zwischendurch gereinigt werden. Zur Reinigung bitte nur heißes Wasser und eine Bürste verwenden und keine Reinigungsmittel oder Desinfektionsmittel, da diese sich nicht rückstandslos entfernen lassen. Die Vögel würden sie dann bei der nächsten Benutzung der Futter- oder Wasserstelle aufnehmen und gesundheitlich Schaden nehmen.

Weitere Informationen zur Ganzjahresfütterung finden Sie hier:

http://www.wildvogelhilfe.org/winterfuetterung/ganzjahresfuetterung.html

https://www.vogeltreff24.de/info/Ganzjahresfuetterung-Ganzjahresvogelfuetterung.html?language=de

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