Vögel im Garten - Nisthilfen

Der zunehmende Verlust ihres natürlichen Lebensraums und der damit verbundene starke Verlust natürlicher Nahrungsquellen und geeigneter Nistmöglichkeiten führt, verstärkt durch das rasant fortschreitende Insektensterben (80 % seit 1989) der letzten Jahre, zu einem starken Rückgang unserer Vögel. Aktuell kann man bereits von einem regelrechten Vogelsterben sprechen.

Das Anlegen naturnaher Gärten mit Blumenwiesen und einheimischen Sträuchern sowie ganzjähriges Füttern bieten Unterstützung. Ebenso ist dringend zu empfehlen, den Vögeln mit künstlichen Nisthilfen oder -höhlen weiterzuhelfen.

 

Nistkästen sollten spätestens im März aufgehängt werden. Es ist aber auch sinnvoll, sie bereits im Herbst anzubringen, da in kalten Nächten oder im Winter Vögel gerne darin schlafen und Schutz suchen.

 

Nistkästen sollten fest angebracht sein und nicht frei im Wind schaukeln. Ideal ist ein geschützter und halbschattiger Standort, da Überhitzung im Innenraum die Brut gefährdet. Ebenso sollte für die Vögel die Möglichkeit zum freien Anflug bestehen.

Das Flugloch zeigt idealerweise nach Südosten. Wind und Regen darf nicht in die Flugöffnung eindringen können.

Je nach Vogelart bringt man die Nistkästen in unterschiedlicher Höhe an: Nisthilfen für Singvögel in Gärten in Augenhöhe (1,5 bis 1,8 m) Für größere Tiere empfiehlt sich eine Höhe von 4 bis 6 m.

Behausungen unterschiedlicher Vogelarten können in der Nähe zueinander angebracht sein, wenn keine Futterkonkurrenz besteht und der Garten genügend Futter bietet. Bei Nisthilfen für die gleiche Vogelart muss man auf entsprechenden Abstand achten.

 

Im Herbst oder Winter kann der Nistkasten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gereinigt werden. Bitte dafür keine Chemikalien verwenden. Gerne kann nach der Entfernung des alten Nestes der Nistkastenboden ca. 3 Zentimeter hoch mit etwas Stroh bedeckt werden, das die im Winter sich darin aufhaltende Vögel wärmt.

 

Nistkästen können gekauft oder auch ganz einfach selber gebaut werden. Man verwendet dazu unbehandeltes, trockenes Kiefer- oder Tannenholz, das außen mit Farben und Lasuren gestrichen wird, deren Inhaltsstoffe ungiftig und biologisch abbaubar sind und die den Sicherheitsanforderungen von Kinderspielzeug genügen.

 

Innen kann das Holz mit einer Drahtbürste angeraut werden, damit Jungvögel besser hinaufklettern können.

Detailliertere Informationen zum Thema Nistkasten finden Sie hier:

 

 

 

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